Geht die Reduzierung von Bahnlärm im Rheintal wirklich voran?

Geht die Reduzierung von Bahnlärm im Rheintal wirklich voran?

Geht die Reduzierung von Bahnlärm im Rheintal wirklich voran? 1500 1000 Deutsche Schienenhilfe
Bild von Schienen im Rheintal

Immer wieder gibt es für die Anwohner des Rheintals neue Zahlen und neue Beschwichtigungen. So verkündet der CDU-Abgeordnete Erwin Rüddel, dass 87 Prozent der Güterwaggons auf leisen Bremssohlen verkehren würden. Doch die täglichen Erfahrungen der Menschen sagen etwas anderes. Es ist weiterhin laut, zu laut. Besonders betroffen: Das Rheintal zwischen Köln und Koblenz, und zwar rechtsrheinisch wie linksrheinisch, also linksrheinische Orte wie Bonn, Oberwinter, Remagen, Bad Breisig, Brohl, Andernach – und rechtsrheinisch Troisdorf, Beuel, Unkel, Bad Hönningen, Neuwied, Koblenz-Ehrenbreitstein, Lahnstein und Rüdesheim.

Der SWR hat am 24. April 2020 von neuen Messungen berichtet, wonach „viele Güterzüge immer noch zu laut“ seien. Das muss man aber nicht messen, das wissen (hören!) die Anwohner auch so. Klar ist: Generelle Zahlen, die sich auf ganz Deutschland beziehen, spiegeln die Belastung im Rheintal kaum wider. Zudem sind Zahlen, die aus dem von Andreas Scheuer geführten Verkehrsministerium kommen, immer genau zu hinterfragen. Wir fordern unabhängige und transparente Messungen über längere Zeiträume hinweg in den Orten Remagen (unterhalb Apollinariskirche) und in Unkel.

Foto: Deutsche Schienenhilfe