Flachstellen: Das Ministerium hörte jahrelang weg – unsere acht Forderungen nach Berlin

Flachstellen: Das Ministerium hörte jahrelang weg – unsere acht Forderungen nach Berlin

Flachstellen: Das Ministerium hörte jahrelang weg – unsere acht Forderungen nach Berlin 1139 593 Deutsche Schienenhilfe

Jeder Betroffene kennt die Lärmmessungen des Bundesverkehrsministeriums (BMVI), die vor einigen Jahren begonnen wurden, und immer noch nicht richtig funktionieren (ww.laerm-monitoring.de). Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD heißt es: „An Bahnstrecken werden weitere Messstationen für ein umfassendes Lärmmonitoring eingerichtet.“ Aber es dauert immer sehr lang, bis gemessen wird, und es ist unklar, warum so wenig gemessen wird und weshalb die Daten nicht besser zur Verfügung gestellt werden.

Unsere Kritikpunkte:

1.) Es wird zu wenig gemessen.
Die 19 Messstationen decken knapp 70 % des gesamtem Schienengüterverkehrs ab, erforderlich wären aber 100%!

2.) Es wird zu langsam gemessen.
Noch arbeiten wohl nicht alle Stationen in gleicher Weise. Wie lange dauert das denn noch? Ein privates Unternehmen wäre längst pleite …

3.) Die schriftlichen Jahresberichte erscheinen zu spät.
Die zeitnahe Veröffentlichung auf www.laermmonitoring.de ist gut. Aber warum erscheint der Jahresbericht 2019 erst im 3. Quartal 2020?

4.) Der Ausbau der Wagennummern-Erkennung dauert zu lange.
Ist noch in den Anfängen. Aha. Wieso können das private Anbieter aber schon?

5.) Das Problem Flachstellen hat das BMVI jahrelang verschlafen – es wurde weggehört (im wahrsten Sinne des Wortes).
Ja, das BMVI ist hier Jahre hinterher. Wieso wurde das Problem vernachlässigt? Versehen oder Absicht? Flachstellen sollten ab dem Fahrplanwechsel Ende 2020 als Ordnungswidrigkeit angesehen werden! Die Wagenhalter müssen für deren Sicherheit verantwortlich sein!

6.) Wir brauchen ein Monitoring für Lokomotiven!
Für Lokomotiven braucht es dringend ein Monitoring. Es reicht nicht, wenn das BMVI einen innovativen Triebwagen konstruiert.

7.) Die Daten von www.laermmonitoring.de müssen als .csv vorliegen!

8.) Es braucht dort zudem endlich eine API-Schnittstelle,
… damit Bürger und Initiativen an die Rohdaten kommen können. Das wäre heute Standard! In welchem Jahrhundert lebt das BMVI?

Herr Minister Andreas Scheuer, handeln Sie!