Eisenbahn-Bundesamt macht erstaunliche Äußerung zu Flachstellen

Eisenbahn-Bundesamt macht erstaunliche Äußerung zu Flachstellen

Eisenbahn-Bundesamt macht erstaunliche Äußerung zu Flachstellen 1200 696 Deutsche Schienenhilfe

Das Eisenbahn-Bundesamt zeigt sich von der aktuellen Debatte um Flachstellen wohl beeindruckt. Es gibt zu, dass bei den neuen Bremsen „andere akustische Auffälligkeiten“ auftreten können, „die zuvor maskiert wurden“.

Damit fühlt sich die Deutsche Schienenhilfe bestätigt: Flüsterbremsen machen weniger Lärm, können zugleich aber auch mehr Lärm machen.

Unterm Strich wird es also doch keine „leisen Güterzüge“ zum Fahrplanwechsel geben!

Original-Zitat des Eisenbahn-Bundesamtes

Dem Bonner „General-Anzeiger“ gegenüber äußerte das Amt unter anderem:

„Das Rollgeräusch von Güterwagen ist die dominierende Schallquelle im Schienenverkehr.

Durch den Einsatz von Verbundstoff-Bremsklotzsohlen anstelle von Grauguss-Bremsklotzsohlen wird das Rad weniger aufgeraut und das Rollgeräusch um zehn Dezibel reduziert – für das menschliche Ohr bedeutet dies etwa eine Halbierung des Lärms.

Wegen der Reduktion des Rollgeräuschs können andere akustische Auffälligkeiten hervortreten, die zuvor maskiert wurden.

Dazu gehören auch Geräusche, die von Flachstellen erzeugt werden und die nun – bei insgesamt reduzierten Schallemissionen – unter Umständen deutlicher wahrgenommen werden.“

Quelle: General-Anzeiger, 15./16. August 2020

https://ga.de/region/ahr-und-rhein/buerger-in-bad-breisig-und-remagen-fuerchten-noch-mehr-bahnlaerm_aid-52779337

Foto: Erich Westendarp auf Pixabay, Collage: Deutsche Schienenhilfe