Literaturclub der Jungen Schienenhilfe

Literaturclub der Jungen Schienenhilfe

Literaturclub der Jungen Schienenhilfe 170 123 Deutsche Schienenhilfe

Diesmal: Donnerstag, 24. März 2022, 18-19.30 Uhr, virtuell.
Anmeldung ist erforderlich.

Literatur:

„Von Kindheit an wünscht sich der im masurischen Prostken geborene Wilhelm Bubat nichts sehnlicher, als Lokführer zu werden. Kurz nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hat, bricht der Erste Weltkrieg aus und Wilhelm unternimmt Fahrten für die  Reichswehr. Sein Standort wird bald Eidelstedt bei Hamburg, weit weg von seiner Heimat Masuren. Nach dem verlorenen Krieg heiratet er seine Jugendliebe Lina, sein Sohn Werner wird geboren. Als die ‚Braunen‘ die Macht übernehmen, misstraut Wilhelm der neuen Zeit. Doch er passt sich an, tut seine Arbeit. Und so bringt er schließlich mit Sonderzügen Menschen in die Konzentrationslager und damit in den Tod. Surminski beschreibt die historischen Ereignisse konsequent aus dem Blickwinkel des Lokführers Wilhelm Bubat, der die Ereignisse unmittelbar wahrnimmt, ohne sie in einen politischen Gesamtzusammenhang einzuordnen.

Die Sprache vermittelt eine gewisse ironische Distanz, die dem Buch eine Leichtigkeit verleiht, unter der das Grauen der historischen Ereignisse brodelt. Die Figuren, die wie pointierte Skizzen anmuten, verkörpern mehr ein Lebensgefühl, als dass es sich um ausgeprägte Individuen mit ausgefeilter Psychologie handelt.“

Quelle: Rezension von Walter Brunhuber für den Borromäusverein
https://www.borromaeusverein.de/medienprofile/rezensionen/9783784435510-irgendwo-ist-prostken

Irgendwo ist Prosken

Autor: Arno Surminski
Verlag: LangenMüller (2020)
ISBN 978-3-7844-3551-0